Sonntag, 3. November 2019

Ein Coaching beauftragen ist wie eine Fahrkarte für eine Bahnfahrt buchen.

Guten Tag

Nehmen wir an, Sie möchten / wollen / müssen wohin.

Dort wo Sie hin möchten / wollen / müssen, das ist das Ziel.

Sie wählen nun zuerst die Mittel für den Weg dahin:
- zu Fuss
- mit einer Rolltreppe oder einem Lift
- mit dem Fahrrad
- mit dem Töff, eMobil, Auto
- mit der Bahn oder dem Flugzeug, einem Schiff

Das wären für eine persönliche Entwicklung
- sich selber schlau machen, lesen, erkunden, versuchen
- eine Beratung (direktiv beratende Hilfe / Rezepte)
- Bildung bzw. Schulung
- eine Therapie angehen
- Anwendungen praktizieren, wie zB Massagen oder Kuren
- Reflexion betreiben (nicht-direktive Beratung), also Coaching

Sie entscheiden sich für einen SELBSTAKTIVEN Prozess, also für Coaching.

Sie möchten in unserem Beispiel hier in zwei Wochen von Frankfurt nach Hamburg um dort den gewonnenen "Preis, dotiert im Wert von 70'000.--" abzuholen. Sie wählen hierfür die Bahn.

Wenn Sie eine Fahrkarte oder ein Flugticket buchen, stellen Sie ganz von alleine eine Zahl an Überlegungen an:
- Reiseziel, Reisemittel
- Datum, Uhrzeit, Rückreise
- Sie prüfen, ob Sie über genug Geld, also ein Reisebudget verfügen
- Sie checken, ob Sie genug Zeit oder sogar Überzeit haben bzw. hätten
- Dann kommen Fragen nach möglichen Zügen und Verbindungen
- Erste oder zweite Klasse?
- Alleine oder zu zweit bzw. als Gruppe?
- Gepäck?
- WiFi?
- Sitzrichtung rückwärts oder in Fahrtrichtung?
- Am Fenster oder zum Gang?
- Im Grossraumwagenabteil oder in den 6er-Kabinen, allenfalls Speisewagen?
- Wie viel Zeit möchten Sie früher ankommen?
- Benötigen Sie Anschlüsse? Ein Taxi vom Bahnhof? Ein Hotel?
- Möchten Sie im ICE am Tisch sitzen und arbeiten?
- Haben Sie eine Bahn-Card?
- Gibt es Vergünstigungen?
- Möchten Sie eine Sitzplatzreservierung?
- u.a.m.

Insgesamt schauen Sie sehr prüfend, ob Sie das Richtige tun und ob Sie dabei gut für sich sorgen. Sie möchten das Ziel erreichen, sie möchten Sicherheit haben, Sie möchten den gewählten Komfort haben - Sie haben schließlich einen "Preis-über-70'000.--" gewonnen, da wünschen Sie sich, dass alles gut läuft und Sie gut dastehen oder auch gut aussehen. Alles menschlich, und läuft in den meisten Fällen sehr bestimmt und bewusst ab, sie kennen alle Fahrzeiten, Zug- und Wagenummer und die Nummer Ihres reservierten Sitzplatzes. SIE CHECKEN EINFACH ALLES - ganz normal.



Das ist beim Gedanken an ein  Coaching bzw. die Erteilung eines Auftrag an ein/e Coach GENAUSO anzustellen. Sie wollen ja nicht einzig Hamburg pünktlich erreichen - SIE WOLLEN DORT DEN PREIS VON 70'000.-- Euro kriegen (siehe oben).

Sie haben sich - wie bei Coaching - für ein Wegmittel entschieden, bei dem Sie in hohem Maß selber beteiligt sind, ob Sie für das Erreichen des Ziels die richtige Fahrkarte und Reservation haben, ob alles für Sie definiert, gebucht und bereitgestellt wird. Ob Sie ankommen, liegt in Ihrer Verantwortung. 

Erfolgreiches Ankommen (hier: den Preis mit nach Hause bringen) ist im höchsten Maß vom eigenen Geschick und der eigenen Aufmerksamkeit bestimmt, was man da für sich selber tut. Wenn Sie für die Erreichung Ihres Zieles - den Preis abholen - ein verläßlicheres Mittel als die Bahn brauchen, dann müssen Sie vielleicht das Auto nehmen, viel mehr Geld dabei haben (Taxi und so), am Tag zuvor anreisen, whatever ... Sicherstellung ist das Stichwort.

Und daher sind für ein Coaching ähnliche Fragen für sich selbst zu beantworten:
- Was ist das vordergründige Reiseziel (Hamburg)?
- Was ist das tieferliegende, relevante Reiseziel (dort den Preis abholen)?
- Welches Mittel zur Zielerreichung eignet sich?
- Welches ist meine Verantwortung? Was davon ist mein Anteil (Glück schmieden)?
- Welche Angebote gibt es? (Verbindungen)
- Wo soll es stattfinden?
- Wann sollte man zumindest (in Hamburg) sein? Readyness?
- Wie sollte man für den festlichen Preisanlass bereit sein?
- Was kommt da an Kosten alles auf einen zu?
- Habe ich das Geld? Kenne ich die Honorare? Kenne ich die Zahlungskonditionen?
- Kenne ich die Kosten für ausgefallene Termine?
- Habe ich ein souveränes Budget als Mittel der Selbstbestimmung?
- Kann ich im Coaching in meiner Selbstbestimmungskompetenz bleiben?
- Verfälschen "Kräfte" meine Selbstbestimmung?: Medikamente, Psyche, Drogen,
- Verstehe ich Geldnot als eine Not?
- Verstehe ich Not allgemein als etwas, das meine Selbstbestimmung einschränkt?
- Kann ich noch frei atmen (fürs Coaching) - oder brauche ich direktive Hilfe?
- Ist mein Ziel ein optimiertes Tun (besser leisten)?
- Oder ist mein Ziel ein entwickelndes (ich erkenne danach selbstbestimmter)?
- Was für ein/e Coach meine ich, hierfür zu brauchen?
- Was für Anliegen, Gefühle, Bedürfnisse, Bitten und Ziele habe ich?
- Was ist mir wichtig? Was ist mir dringend? Was kann ich selber angehen?
- Was sind meine Gedanken zur "Hürde"?  Was sind gemachte Erfahrungen?
- Bin ich Spielball meiner Umstände oder habe ich Anteile an der Bestimmung?
- Wie viel Zeit, Geld und Reflexionsaufwand ist mir das Ziel wert?
- Wie viel Geld ist das Ziel an sich wert - ohne es auf mich zu beziehen?
- Wie viel Geld ist das Ziel innerhalb von 48 Arbeitsmonaten wert (Betrag)?
- Wo liegt mein Return-on-Invest in der Sache? Gibt es ein Stop or Go?
- Haben Sie sich für Ihre Wahl entschieden - oder geben Sie hier Ihre Führung ab?
- Finden Sie es wirksamer und bestimmender, selber zu bezahlen (Selbstzahler/in)?
- Oder überlassen Sie das Zahlen des Coachings einer anderen Instanz?
- Haben Sie bedacht, was wirksamer bezüglich des Zielerreichungsertrages ist?
- Was genau ist nochmal Ihr Ziel? Vordergründig? Und darunter/tiefer liegend?
- Und was hat das Ziel für einen Wert an sich?
- Können Sie Ihren Coachingauftrag formulieren?
- Können Sie nun ein mögliches Coaching beauftragen / briefen?
- Mögen Sie nun fühlen, dass SIE das alles zu bestimmen haben und bestimmen?
- Fühlen Sie Souveränität und haben Sie Luft, um frei zu atmen?
- Können Sie ein Gefühl dafür haben, was genau Sie tun und wollen?
- Geht es in Ihnen bereits los?
- Möchten Sie eine Frau oder einen Mann als Coach? Oder gar ein Paar?
- Können Sie beim Coachingauftrag erkennen, dass SIE - wie beim Bahnticket - entscheidend sind, was SIE erreichen?

Der Witz vom 'Ankommen' ist nie, das Ziel zu erreichen! Was zählt ist, was man vom erreichten Ziel aus weitergehend haben möchte.

Weder nimmt man eine Stufe, um nicht  die nächste noch anzusteigen, noch geht man nach Hamburg, ohne in die Stadt kommen zu wollen. Man fährt nicht nach Italien, um keinen Urlaub oder Geschäfte zu machen, und man spart kein Geld ohne hierfür einen Zweck zu wissen, niemand im Krieg nimmt einen gegenüberliegenden Brückenkopf ein, um dann nicht weiteres Terrain zu sichern.

Es ist bestimmt wichtig, das WARUM für eine Wahl eines Coaches zu fokussieren (den Blick auf die Güte des Coaches zu richten). Aber egal, welche/n Coach SIE dann beauftragen - entscheidend für Ihre Reise ist das WOFÜR? ... und WIE SIE SICH HIERFÜR ANSTRENGEN. Vom ersten Gedanken daran. 

Gute Reise - Bon voyage - Buon viaggio.

Jona Jakob
www.humanness-coaching.de

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